Campo Cortoi – Unser Zuhause für eine Woche
Campo Cortoi – Unser Zuhause für eine Woche
Letzte Station Mergoscia. Campo Cortoi ist nur zu Fuss erreichbar. Campo Cortoi ist eine kleine Alp, im Tessin, genauer gesagt im Verzasca-Tal. Am 23.5.16 kam die Klasse S1a auf der kleinen Alp an. Für die Schüler eine Herausforderung, weil Campo Cortoi mit Solarstrom betrieben wird, das heisst keine Steckdosen, nicht so lange warmes Wasser und kein Licht in den Rustici. Rustici waren auch solche Häuser, in denen die schwarzen Brüder zu deren Zeit lebten. Natürlich waren die Steinhäuser nicht so isoliert wie sie jetzt sind. Am Morgen musste die Küchengruppe um 7.30 Uhr aufstehen und das Frühstück vorbereiten. Natürlich gab es keinen elektrischen Herd, man musste ihn anfeuern und vorheizen. Das machte Herr Stauffer für uns. Wir assen das Frühstück im Aufenthaltsraum gleich gegenüber der Küche. Dieser Aufenthaltsraum hatte auch ein Ofen, den man auch anfeuern musste, weil es auf der ganzen Alp keine Heizungen gab. Die Küche und der Aufenthaltsraum waren die einzigen zwei Räume, in den man anfeuern konnte. Nach dem Abwasch des Geschirrs musste die Gruppe die Küche wieder so in Ordnung bringen wie man sie angetroffen hatte. Um anzufeuern brauchte es auch gespaltetes Holz, das hiess, die Schüler mussten einen Tag lang Holzhacken, was sehr anstrengend ist. Als Belohnung für die gute Arbeit gab es Pizza im Pizzaofen, der in der Küche stand. An einem Tag gingen wir nach Sonogno. Das bedeutete wir mussten wieder von der kleinen Alp 45 Minuten abwärts, da die Alp 1000 Meter über Meer liegt gibt es auch ein gutes Stück zu gehen. Es gab natürlich den einen oder anderen Schüler, dem das nicht so passte, aber man musste überlegen, dass die Leute die auf der Alp wohnen müssen auch immer rauf und runter wandern, also sollte die Klasse ihre schlechte Laune Zuhause lassen. Beim Heruntergehen war uns allen schon klar wir müssen hier wieder rauf. Als wir zurück waren, gingen viele Schüler duschen. Es gab aber leider keine Fünfzehnminutenduschen sondern eine Zweiminutendusche, damit das warme Wasser für alle reicht. Das Wasser wird durch die Solarenergie warm. Wenn die Sonne scheint, gibt es warmes Wasser, wenn die Sonne halt nicht scheint, hat es halt keines, dann hatte man halt Pech. Das Essen war jeden Tag frisch gekocht mit den Esswaren, die wir Schüler hinaufgetragen hatten, weil es da oben keinen Einkaufsladen hat. Die Handys konnte man an keiner Steckdose laden und wir bekamen sie nur 30 Minuten pro Tag. Das war für einige nicht so erfreulich. Doch das gab die Anregung rauszugehen z.B zum Tipi, ein bisschen Ping-Pong zu spielen oder den Ausblick vom selbstgebauten Waldsofa zu geniessen. Für die Schüler war dieses Lager auch dazu da um an ihre Grenzen zu gehen und ihre Gewohnheiten abzuschalten. Das Leben, besser gesagt diese Woche, war für uns Schüler genau das Richtige. Wir sahen, wie Menschen leben, die nicht 24 Stunden Strom, Warmwasser oder Licht haben und die auch nicht schnell zum Coop gehen können und sich was kaufen, sondern die für ihr Essen etwa 90 Minuten Weg auf sich nehmen müssen. Es war eine schöne, abwechslungs-reiche Zeit auf der Alp Campo Cortoi. Diese Woche war auch mal dazu da andere Lebensar-ten zu entdecken, und die Zeit ohne Socialmedia zu geniessen und einfach die Natur zu ge-niessen. Danke für die tolle Zeit, Campo Cortoi! Lea Podgornik, S1A, Lenzburg
Schlange bei Tisch
Schlange bei Tisch
Am 5. April konnte eine Gruppe Jugendlicher zuschauen, wie eine Schlingnatter eine Eidechse verschlingt. Bei Naturparadies kann der Film angeschaut werden. Lorenz Nydegger
Cortoikatzen
Cortoikatzen
Wir sind die neuen jungen Cortoikatzen, Rosetta und Ludmilla. Am 10. Juni 2013 sind wir in Mergoscia auf die Welt gekommen. Rosetta hat eine rosarote Nase, Ludmilla ist ganz getiegert. Unter Galerie findet ihr mehr Bilder von uns. Rosetta und Ludmilla
Kei Strom, defür umso mehr Spass!
Kei Strom, defür umso mehr Spass!
Es war Anstrengend, aber auch schön. Es war eine wunderschöne Woche hier, ich komme wieder. Lena und Nina, Klassenlager 2e, Walzenhausen
D'Wuche hät guet agfange...
D'Wuche hät guet agfange...
ihr händ eus so lieb empfange. Asträngend jede Tag, isch gsi e grossi Plag. Mit guetem Wille händ mir aber schlächti Luune chönne kille. Obwohl es so vill pisst, händ mi nüt vermisst. Hangmoor, holz hacke und viel meh, hät eus e neue (aber e gueti) Erfahrig gäh. Danke! Klasse AN4b, Kantonsschule Zürich Nord
Bau eines Waldsofas
Bau eines Waldsofas
In unserem Klassenlager fingen wir am Dienstagmorgen mit dem Bau unseres Waldsofas an. Es gab drei Gruppen, die abwechslungsweise je 45 Minuten am Waldsofa arbeiteten. In der Zwischenzeit transportierten die anderen zwei Gruppen Holz oder sägten und spalteten es. Herr Hörner erklärte uns, wie das Waldsofa gebaut werden musste. Zuerst mussten wir dicke und dünnere Äste von Sträuchern abschneiden und kleinere Bäume fällen. Danach wurden die kleineren Bäume zurechtgesägt und angespitzt. Wir schlugen vier kleinere Pfosten in einer Reihe ein. Als das fertig war, mussten wir dickere und grössere Bäume fällen, zurechtsägen und anspitzen. Das war sehr anstrengend. Die angespitzten Bäume rammten wir in zwei versetzten Reihen ein. Jetzt war der Rohbau zu Ende und wir assen unser Mittagessen. Danach flochten wir mit dünnen Ästen die vordere Reihe. Die hinteren zwei Reihen flochten wir mit dickeren Äste. Den Zwischenraum der hinteren Reihen füllten wir mit kleineren Ästen auf. Dann war unser Arbeitstag schon zu Ende und wir hatten Feierabend. Alle waren sehr müde und wir freuten uns auf den Schlaf. Am Waldsofa arbeiteten wir erst am Donnerstag weiter. Am Donnerstagmorgen schlugen wir zwischen der vorderen und der hinteren Reihe zwei kleinere Pfosten ein. Danach schichteten wir hinter den zwei Pfosten mehrere Äste zu einer Wand auf. Das machten wir auch auf der anderen Seite. Weil Ana und Noemi einmal nicht zu finden waren, mussten sie eine Strafarbeit machen. Sie mussten das Waldsofa mit Erde auffüllen. Danach war schon Mittagszeit und wir assen einen feinen Wurstsalat. Nach einer kurzen Siesta ging es dann weiter. Jetzt fehlte nur noch das Polster. Zuerst sammelten wir dünne Ästchen und legten sie auf das Waldsofa. Danach kam eine Schicht neues Laub und die oberste Schicht war aus alten Blättern. Wir stampften alles an und das Waldsofa war fertig. Die Schicht für das Waldsofa muss jedes Jahr ausgewechselt werden. Die ganze Klasse ist stolz, dass wir ein so schönes und bequemes Waldsofa gebaut haben. Vom Waldsofa hat man einen wunderschönen Ausblick auf den Stausee und auf Tenero. Jetzt fehlte nur noch etwas und zwar die Einweihung. Doch zuerst machten wir eine Pause, duschten und machten uns bereit. Um 17 Uhr trafen wir uns beim Waldsofa. Herr Hörner taufte das Waldsofa auf den Namen „Lenzburgersofa“ und segnete es. Danach war es offiziell eingeweiht. Die Betriebsleiter von Campo Cortoi, Steffi und Mario waren die ersten, die offiziell auf das Waldsofa sitzen durften. Wir stiessen mit einem Glas Wasser an und hatten es lustig. Herr Hörner lässt eine Plakette für das Waldsofa gravieren, die er per Post an Steffi und Mario schicken wird. Adrian Salm, A1a, Lenzburg
Cortoi Rap
Cortoi Rap
Selber poschte macht das Spass? WC schruppe und au das? Ungwohnt isch äs scho e chli, ohni Strom so muess mer si! Es grosses Gwitter hemer au erläbt, anenander hämmer kläbt. Uf d Staumuur simer au no gsi und glachet hämer au derbi. D'Verzasca isch en schöne Fluss, go bad simer voll mit Gnuss! Affegeil isch es ja, Campo Cortoi isch für alli da! 6. Klasse Milchbuck, Zürich
Immer wieder schön...
Immer wieder schön...
an diesem wunderbaren Fleck Erde! Bis bald :-) Patrick, Trina, Sevi und Noemi
Sprengmeister und Trapezkünstlerin
Sprengmeister und Trapezkünstlerin
Die Zirkuswoche war für uns alle ein unvergessliches Erlebnis. Mein 9-jähriger Sohn durfte seine Phantasien ausleben, indem er als Sprengmeister plante mit Dynamit einen Hügel wegzusprengen (natürlich nicht in Echt - aber man glaubte ihm sofort). Meine 6-jährige Tochter schwebte auf einem echten(!) Trapez als Artistin im Paillettenkleid durch die Lüfte. Ich selber genoss es, den Kindern aus der Ferne zuzuschauen, in der wunderschönen Umgebung rumzuwandern und abends mit den andern Eltern zu plaudern.Die Schlussvorstellung auf der San Lorenzo-Wiese war der Höhepunkt! Die ganze Alp kam zusammen und genoss die Zirkusshow - selbstverständlich mit Popcorn in selbstgemachten Tüten. Anouk, Triesen